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Die nächste Golfsaison beginnt jetzt!
Wenn die Runden weniger werden, bleibt mehr Zeit, an den Dingen zu arbeiten, für die mitten in der Saison oft die Zeit fehlt: körperliche Fitness, …
Golfspieler sind heute besser informiert denn je. Dank moderner Technik in Golfsimulatoren wie TrackMan und Foresight stehen uns jede Menge Daten zum Schwung, zum Ballkontakt und zum Ballflug zur Verfügung. Doch was bedeuten all diese Zahlen eigentlich und wie kannst du sie nutzen, um dein Spiel zu verbessern? In der neuesten Folge von The Golfstore Podcast sprechen wir mit Eirik Gulbrandsen und Espen Hestø vom norwegischen Haga Golfklubb darüber, wie du mehr aus deinem Indoor-Golftraining und Wintertraining herausholst – und dein Spiel auf die Golfsaison im Frühjahr vorbereitest.
Das Interesse an Golfdaten ist unter Golferinnen und Golfern in den letzten Jahren enorm gestiegen. Auf den Golfanlagen wird ganz selbstverständlich über alles Mögliche gesprochen, von Attack Angle und Club Path bis hin zu Spin Rates. Dank dieses wachsenden Wissens können Trainer heute wesentlich tiefere und produktivere Gespräche mit ihren Schülern führen als noch vor wenigen Jahren.
Doch auch wenn die Technik es leicht macht, zu messen, was im Schwung passiert – und immer mehr Golfer mit den Begriffen vertraut sind –, wird es schnell schwierig, wenn es darum geht, tatsächlich etwas zu verändern.
– In diesem Jahr habe ich einen starken Anstieg bei Golfern beobachtet, die ihren Schwung mithilfe von KI analysieren lassen und jeden einzelnen Wert kennen, den TrackMan liefert. Trotzdem verstehen sie oft nicht, wie sie die gewünschte Veränderung erreichen können und ob diese für sie persönlich überhaupt sinnvoll ist, sagt Eirik.
Um tatsächlich etwas zu verändern und die Zusammenhänge zwischen Ursache und Wirkung zu verstehen, braucht es nach wie vor das geschulte Auge eines Trainers. Denn dabei spielen viele verschiedene Faktoren eine Rolle. Ein klassisches Beispiel ist ein Spieler, der mit einem Slice kämpft und deshalb davon ausgeht, dass die Schlagfläche im Treffmoment offen ist. Betrachtet man jedoch den Treffpunkt auf der Schlagfläche (Impact Location), stellt sich häufig heraus, dass die Schlagfläche in Wirklichkeit geschlossen war. Der Ball wurde aber weit innen an der Ferse getroffen und dreht deshalb trotzdem nach rechts (bei einem Rechtshänder). Trifft der Spieler den Ball anschließend mittig, fliegt er stattdessen weit nach links.
Damit du dich in der großen Datenmenge nicht verlierst, empfiehlt Espen, die Werte in klare Kategorien einzuteilen und sich jeweils auf einen Aspekt zu konzentrieren.
Wenn du deinen Ballflug verändern möchtest, solltest du dir die Stellung der Schlagfläche im Treffmoment (Face) und den Schwungpfad des Schlägers (Path) ansehen. Ohne einen guten Ballkontakt können diese Werte jedoch irreführend sein. Um den Ballkontakt selbst besser zu verstehen, solltest du deshalb auch den Treffpunkt auf der Schlagfläche (Impact Location) und den Eintreffwinkel (Attack Angle) betrachten.
Die Einstellung zum Wintertraining im Golf hat sich in den letzten Jahren grundlegend verändert. Früher bestand das Wintertraining oft darin, in einer dunklen Scheune zu stehen und Bälle aus drei Metern Entfernung in ein Netz zu schlagen, ohne den Ballflug sehen zu können. Das hatte durchaus seine Vorteile, denn so konnte man sich ganz auf die Technik und die Schwungpositionen konzentrieren.
Heute haben Golfsimulatoren und moderne Technologien jedoch eine völlig neue Dynamik geschaffen. Die jüngere Generation nutzt die Technik, um sich in verschiedenen Skills Games gegenseitig herauszufordern. Statt sich ausschließlich auf die Technik zu konzentrieren, trainieren die Junioren im Winter alles Mögliche, von der Schwunggeschwindigkeit bis hin zu präzisen Schlägen.
– Heute kannst du tatsächlich verschiedene Fähigkeiten und das Golfspielen selbst trainieren. Wenn die Junioren auf diese Weise den ganzen Winter über „spielen“, fällt es ihnen leichter, zu Beginn der Sommersaison wieder auf den Platz zu gehen und vom ersten Schlag an in Topform zu sein, sagt Espen.
Einer der größten Unterschiede zwischen Simulatorgolf und Golf im Freien ist der Untergrund. Indoor liegt der Ball fast immer perfekt auf einer Kunststoffmatte. Draußen auf dem Platz erwarten dich dagegen Divots, Schlamm, Rough und unebene Balllagen.
Eine Möglichkeit, das Indoor-Training realistischer zu gestalten, ist der Spielmodus des Simulators, in dem du digitale Versionen echter Golfplätze spielen kannst. Dabei können Faktoren wie Wind und Rough sowohl die Schlaglänge als auch den Spin beeinflussen. Du musst außerdem Entscheidungen treffen, Entfernungen berechnen und deine Schlägerwahl und Strategie an die jeweilige Situation anpassen. Das sorgt für ein abwechslungsreicheres und spielnahes Golftraining.
– Wenn du im Simulator Golfplätze spielst, bist du gezwungen, alle Schläger in deinem Bag zu benutzen. Du musst lernen, deine Fairwayhölzer, Eisen und Wedges zu spielen. So bekommst du das komplette Paket, sagt Espen.
Wenn du Simulatorgolf mit gezieltem Techniktraining gemeinsam mit deinem Trainer kombinierst, kannst du den Winter für weit mehr nutzen, als nur deinen Schwung in Form zu halten. Du kannst verschiedene Bereiche deines Spiels weiterentwickeln und bist besser vorbereitet, wenn es wieder vom Simulator auf den Golfplatz geht.
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