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LINN GRANT

Die Schwedin Linn Grant hat sich nach einer fantastischen Amateurkarriere schnell einen Namen auf der Ladies European Tour gemacht. Mit zwei Siegen auf der Sunshine Tour und einem bei der LET hat sie sich in diesem Jahr das Ziel gesetzt, unter die Top 50 der Weltrangliste zu kommen und an allen Majors teilzunehmen. Und natürlich mehr Turniere zu gewinnen.

„Gelingt es Dir, alle Majors zu gewinnen, hast Du es irgendwie geschafft, Golf zu spielen.“

Fakten Linn Grant

Alter: 23 Jahre (Jahrgang 1999)
Berufliche Tätigkeit: Golfprofi bei der LET und LPGA
Lieblingsplatz: Sunningdale
Lieblingsschlag: Driver vom Tee
Wichtigster Schlag: Putter

LINN GRANT begann mit dem Golfen dank ihres Vaters John, ebenfalls ein guter Golfer, der im College in den USA und bei der schwedischen Golftour gespielt hat. Als Linn 6-7 Jahre alt war, hatte John schon etwa 15 Jahre nichts mehr mit dem Golfen zu tun, vor allem aufgrund des jungen Alters von Linn und ihrer Schwester. Doch Mitte der 2000er Jahre beschloss er, wieder mit dem Golfen zu beginnen, weshalb er viele Tage auf dem Heimatplatz Rya Golfclub verbrachte.
„Da war es ganz normal, dass ich mit zum Golfclub ging und ein bisschen zum Spaß spielte und Eis aß. Doch es wurde zu immer mehr Golf, und so ging es los!“

Wenn man Linn fragt, wie sie als Golferin so ist, bekommt man die Antwort, dass bei ihrem Spiel nichts heraussticht. Und genau das ist wohl ihre Stärke.
„Ich bin eine gleichmäßige Spielerin, die viele Fairways und Grüns trifft. Ich bin ganz gut im kurzen Spiel und fantasievoll rund um die Grüns. Das beinhaltet, dass ich ziemlich aggressiv am Tee sein und mehr Ups and Downs machen kann als der Durchschnitt.“

Du absolvierst Dein erstes Jahr als Profi, nach einem erfolgreichen Amateuraufenthalt und Collegegolf in den USA. Was ist Deine beste Erinnerung bisher?
„Das war, als ich die Qualifikation sowohl für die LPGA als auch die LET schaffte. Das war wirklich toll, und außerdem eine Erleichterung, zu wissen, dass man Turniere spielen und seine Zeit entsprechend planen kann.“

Obwohl Linn sich die volle Spielberechtigung auf der LPGA erspielt hat, hat sie dort noch kein Turnier bestritten, und das wird auch noch eine Weile dauern.
„Auch wenn ich jetzt die volle Berechtigung habe, bedeutet das nicht, dass ich bei allen Turnieren dabei sein werde. So wie es jetzt aussieht, konzentriere ich mich daher zu 100 Prozent auf die LET. Da kann ich trainieren, wie ich will, und eine ganz andere Ruhe fühlen, als wenn ich einzelne Turniere auf der anderen Seite des Atlantiks spielen müsste.“

Was sind Deiner Ansicht nach die größten Unterschiede zwischen dem Golfen in den USA und in Europa?
„Sieht man sich die Golfplätze an, so ist zum Beispiel das Gras anders. In den USA gibt es viel Bermudagras, das mir weniger liegt. Sieht man sich die Spielerinnen an, so haben wir hier in Europa einen ganz anderen Zusammenhalt. Wir spielen hier als Amateure viele Mannschaftsturniere und lernen einander kennen, und wir machen einander Mut, sowohl beim Training als auch im Turnier. Die Mentalität der Amerikanerinnen unterscheidet sich von unserer, dort kümmert man sich mehr um sich selbst.“

Was ist das Beste am Leben als Profi?
„Vom Golfen leben zu können, ist unglaublich cool. Genau dafür habe ich die ganze Zeit trainiert, und es ist vollkommen krass, dass dies mein Job ist. Ich fühle mich enorm privilegiert.“

Und das Schlimmste?
„Das ist wohl der Mangel an Alltagsroutinen. Als ich auf dem College gebüffelt hatte, waren meine Tage strukturiert. Ich wusste, wann ich essen, pauken, und trainieren musste. Jetzt plane ich meine Zeit vollkommen selbst, und das war vor allem anfangs eine Herausforderung.“

„Ich werde in der Tat vom eigentlichen Moment des Wettkampfs mehr angetrieben als vom Golfen an sich“

Sich sowohl kurzfristige als auch langfristige Ziele setzen zu können, ist laut den meisten Spitzensportlern eine Voraussetzung. Linn ist da natürlich keine Ausnahme.
„Mein wichtigstes Ziel für 2022 ist, am Saisonende unter den Top 50 der Welt zu stehen. Außerdem möchte ich mehr Turniere gewinnen und alle Majors spielen. Langfristig möchte ich Europa beim Solheim Cup vertreten, eine konstante Spitzenspielerin sein und Majors gewinnen. Gelingt es Dir, alle Majors zu gewinnen, hast Du es irgendwie geschafft, Golf zu spielen.“

 

Gibt es ein Turnier, das Du am liebsten gewinnen möchtest?
„Das sind die British Open. Dieses Turnier hebt sich von den anderen ab. Das ist ein anderes Golfen, wenn man es mit anderen Majors vergleicht. Linksgolf erfordert eine andere Art von Spiel, ist mental anstrengender, und man muss rund um die Grüns mehr Fantasie zeigen. Das mag ich. Der Wind sorgt auch dafür, dass man den Platz von einem Tag auf den anderen nicht auf dieselbe Weise spielt. Ein Großteil des Reizes liegt darin, dass man an einem Tag einen Pitch auf einem Par 3-Loch schlagen kann und am anderen Tag einen Driver.“

Du gehörst zu einer Reihe fähiger Golftalente. Was hat dafür gesorgt, dass du das geschafft hast?
„Vieles basiert auf der Arbeit, die der Golfverband leistet. Sie haben von Anfang an auf uns Talente gesetzt und sich um uns gekümmert. Sie haben ganz einfach eine gute Welle geschaffen. Besonders für meine Generation. Und jetzt hoffe ich, dass auch ich meinen Beitrag leisten und jüngeren Spielern mit meiner Erfahrung helfen kann.“

 

Abschließend die Frage, was macht beim Golfen am meisten Spaß?
„Wettkämpfe. Ich werde in der Tat vom eigentlichen Moment des Wettkampfs mehr angetrieben als vom Golfen an sich. Der mentale Teil ist auch enorm faszinierend. Du bist vier Stunden allein draußen, mit all den Gedanken, die Dir im Kopf herumgehen. Gedanken, die Dich in den Himmel erheben können und Dich im nächsten Moment dazu bringen wollen, Dir Dein eigenes Grab zu schaufeln – während Du gleichzeitig gute Schläge machen sollst. Das macht beim Golfen enorm viel Spaß.“

I Linn Grants Bag

Driver: Ping G400 | 9° | Fujikura Speeder TR 757 Stiff 44.75 | Grip Ping GP TV Aqua 360
FW: Ping G425 Max | FW 3 | Tour 65 Stiff Standard Length | Grip Ping GP TV Aqua 360
Hybrid: Ping G400 Tour | 19° | AD DI 75 Stiff Standard Length | Grip Ping GP TV Aqua 360
Irons: Ping i210 4-9PW | Length -1/4 Lie 1 Flat | Shaft DG XP 95 S300 Step 1 Stiff Loft 1 weak | Grip Ping GP TV Aqua 360
Wedge: Ping Glide 4.0 | 50/ SS  54/SS 60/SS. 50 54 2 flat 60 3 Flat | Length -1/4 Shaft DG XP 95 S300 Step 1 Stiff | Grip Ping GP TV Aqua 360
Putter: Ping PLD Prime Tyne. | Length 33.75 | Loft 2 Lie Standard | PP62 Grip

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