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Bist du Anfänger? Nimm weiterhin Unterricht!
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Tourspieler stehen Schlange für Screenings und Putter-Fittings bei Fredrik Tillgren und Johan Gullstrand – dem Golfstore-Duo hinter Golf Institute Sweden nahe Malmö.
Manchmal fallen die Korrekturen größer aus. Oft geht es jedoch nur um einen einzigen Grad oder wenige Zentimeter – mit spürbar großer Wirkung auf die Leistung.
Der Hype basiert auf einer Philosophie, bei der Training und Custom Fitting Hand in Hand gehen.
Der Knopf leuchtet rot. Die Aufnahme der zweiten Folge des Golfstore Podcast in diesem Jahr hat begonnen. Der Europatour-Spieler Björn Åkesson ist gerade gegangen. Ein neuer Putter hilft ihm, besser zu zielen, und er greift ihn nun etwas anders. Bald werden wir verstehen, warum.
Wenn ich heute schwinge, fühlt es sich an, als würde ich vieles genau gegenteilig zu dem machen, was mir während meiner aktiven Zeit beigebracht wurde.
Fredrik Tillgren und Johan Gullstrand arbeiten seit 30 bzw. 20 Jahren als Golftrainer. Davor waren beide leistungsorientierte Turnierspieler auf hohem nationalem Niveau. Sie wünschen sich, sie hätten damals schon gewusst, was sie heute wissen.
– Für mich hat sich fast alles verändert – sowohl als Spieler als auch als Trainer. Wenn ich heute schwinge, fühlt es sich an, als würde ich vieles genau gegenteilig zu dem machen, was mir während meiner aktiven Zeit beigebracht wurde. Ich schlage den Ball genauso weit wie früher, obwohl ich heute deutlich älter und körperlich nicht mehr so fit bin, sagt Fredrik und fährt fort:
– Heute sehe ich sowohl das Spiel als auch den Schwung aus einer ganz anderen Perspektive.
Es ist inzwischen gut zwölf Jahre her, dass sich die beiden intensiv mit Biomechanik zu beschäftigen begannen.
Doch was bedeutet Biomechanik eigentlich im Golf?
– Es bedeutet, den Körper eines Individuums zu vermessen, um zu verstehen, wie er funktioniert und wie er den Schläger auf die effizienteste Weise schwingen kann. Die Körpervermessung hilft uns dabei, die geometrischen Aspekte des Schwungs mit den körperlichen Voraussetzungen in Einklang zu bringen.
Mit anderen Worten: Die „biomechanische Schule“ basiert auf der Philosophie, dass wir alle unterschiedlich gebaut sind und daher den Golfschläger auch unterschiedlich schwingen sollten. Das kann zum Beispiel bedeuten, dass wir den Schläger unterschiedlich greifen oder mit verschieden positionierten Füßen zum Ball stehen sollten – ganz zu schweigen von der Ballposition in Relation zum Stand.
Individuelle Einschränkungen und Stärken bilden die Grundlage für Setup und Bewegungsmuster – genau das Gegenteil der traditionellen Schwunglehre, bei der ein Modell für alle passen soll.
– Mit individuell angepassten Grundlagen wollen wir den Spielern helfen, freier, konstanter und mit höherer Geschwindigkeit zu schwingen, um längere und geradere Schläge zu erzielen. Man kann es so formulieren, dass wir uns mehr für die Funktion des Schwungs interessieren als für seine Form, sagt Johan und ergänzt:
– Der große Unterschied ist, dass wir die Spieler immer zuerst vermessen, bevor wir ihnen sagen, wie sie stehen oder schwingen sollen. In diesem Sinne sind unsere Anleitungen wissenschaftlich fundiert.
Diese Denkweise geht Hand in Hand mit Custom Fitting, also der Überzeugung, dass Spieler je nach Körperbau und Schwungstil unterschiedliche Schläger und Spezifikationen benötigen.
– Mike Adams, einer der Begründer von BioSwing Dynamics und sozusagen der Vater unserer Denkweise, hat ein Motto: „Rate nicht, wenn du messen kannst.“ Die Definition von Wissenschaft ist, dass man vorhersagen kann, was passieren wird, bevor es passiert. Genau das können wir dank unserer Screenings, sagt Fredrik und fügt hinzu:
– Dadurch können wir Spielern helfen, sich extrem schnell weiterzuentwickeln.
Die Screenings bilden auch die Grundlage für die Auswahl der richtigen Ausrüstung. Die Struktur des Körpers beeinflusst jeden Schwung – sogar den mit dem Putter.
– Zielen ist eines der wichtigsten Wörter beim Putten, sagt Johan.
– Sehr viele Spieler auf allen Niveaus haben Schwierigkeiten, ihren Putter korrekt auszurichten. Ein falsches Ziel beeinflusst die Bewegung, weil man eine kompensierende Bewegung erzwingt. Mit besserem Zielen entfällt diese Korrektur, und man wird konstanter beim Ballstart und bei den Ergebnissen.
Gelingt dir das, bist du besser als 95 Prozent aller Golfer – Profis eingeschlossen.
Ein einziger Grad kann einen großen Unterschied machen. Ein Grad Fehler beim Ballstart reicht aus, um einen 1,5 Meter langen Putt zu verfehlen. Das bedeutet, dass man viele Schläge sparen kann, wenn man einen Putter spielt, der wirklich zu einem passt – und bei dem der Putterkopf dabei hilft, dorthin zu zielen, wo man glaubt zu zielen.
– Gelingt dir das, bist du besser als 95 Prozent aller Golfer – Profis eingeschlossen, sagt Fredrik.
Die Suche nach dem richtigen Putter hat sowohl Linn Grant als auch Maja Stark nach Malmö geführt. Nach ihrem Putter-Fitting entwickelte sich Maja Starks Puttspiel von einer Schwäche zu einer Stärke – und trug maßgeblich zu ihrem Sieg bei den US Open auf Erin Hills bei.
Doch Custom Fitting ist nicht nur für Profis. Der Prozess vom Screening bis zum Fitting ist für alle Spieler gleich. Was sich unterscheidet, ist die Zielsetzung – ob man hier und jetzt das Maximum herausholen will oder ob der Fokus darauf liegt, langfristig das volle Potenzial zu erreichen.
– Unabhängig davon ist es wichtig, einen Trainer zu kontaktieren. Für ein erfolgreiches Fitting braucht es ein tiefes Verständnis für die Verbindung zwischen Schwungstil, Biomechanik des Spielers und der passenden Golfschlägerwahl. Wenn man die Beziehung zwischen Spieler und Schläger versteht, kann man wirklich einen Unterschied machen, schließt Johan.
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