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Präzision als Erbe: PINGs neue Generation Golfschläger
Es gibt Marken, die mit der Entwicklung gehen – und dann gibt es die, die sie vorantreiben. Als PING vom Ingenieur Karsten Solheim gegründet wurde, …
Das Golfspiel hat sich in den letzten Jahrzehnten rasant verändert. Spieler sind kräftiger geworden, Schwünge schneller und die Ausrüstung technisch ausgefeilter. Moderne Golfbälle mit mehrlagigen Kernen und ausgefeilter Aerodynamik ermöglichen es einigen Profis, den Ball über 300 Meter durch die Luft zu schlagen. Beeindruckend – aber auch problematisch.
„Wir haben einen Punkt erreicht, an dem die Länge die Integrität des Spiels bedroht“, sagte R&A-CEO Martin Slumbers bei der Bekanntgabe der Entscheidung. „Ein Golfplatz sollte mehr Fähigkeiten testen als nur pure Kraft.“
Mehrere legendäre Plätze wie St. Andrews oder Augusta National sahen sich gezwungen, Bahn um Bahn zu verlängern, um mit der Entwicklung mitzuhalten. Die Kosten dafür sind enorm, und laut USGA gefährdet dies langfristig den Charakter des Spiels.
Durch eine Verkürzung der Schlaglängen wollen die Organisationen wirtschaftliche, ökologische und sportliche Nachhaltigkeit schaffen – und sicherstellen, dass große Turniere weiterhin auf ihren historischen Schauplätzen stattfinden können.
Die Entscheidung hat heftige Reaktionen ausgelöst. Als der Vorschlag 2023 erstmals vorgestellt wurde, kamen starke Proteste von Schlägerherstellern und Spielern, die befürchteten, Golf könne sich „rückwärts entwickeln“.
Rory McIlroy gehörte jedoch zu den wenigen, die die Änderung öffentlich unterstützten:
„Wir haben den Ball immer weiter und weiter geschlagen, aber irgendwann wird es absurd. Ich möchte keine 8.000-Yards-Plätze sehen“, sagte er damals.
Andere reagierten deutlich kritischer. Bryson DeChambeau bezeichnete die Entscheidung als „die dümmste überhaupt“. Auch viele Amateure äußerten Sorgen: Würde das Spiel schwieriger und weniger spaßig werden?
Und eine der größten offenen Fragen lautete:
Was passiert, wenn Profis und Amateure nicht mehr nach denselben Regeln spielen?
Soll ein Amateur sich dann nicht mehr über ein Birdie oder ein Par freuen dürfen? Die Kritik führte dazu, dass der ursprüngliche Plan – unterschiedliche Bälle für Profis und Amateure – verworfen wurde. Jetzt sollen alle mit „einem kürzeren Golfball“ spielen.
Laut USGA und R&A werden die meisten Hobbygolfer kaum einen Unterschied bemerken. Wer mit dem Driver zwischen 180 und 220 Meter schlägt, verliert nur wenige Meter.
Auf Tour-Niveau kann der Unterschied allerdings entscheidend sein. Die Regelmacher hoffen auf eine Renaissance von Fairway-Treffern, Strategie und Gefühl – Fähigkeiten, die in Zukunft genauso wichtig sein sollen wie rohe Kraft.
Es gehe nicht darum, das Spiel zu zerstören, sagen die Organisationen – sondern darum, es zu erhalten.
Wenn die neuen Bälle 2028 erstmals auf der Tour gespielt werden, wird das Geräusch beim Abschlag gleich sein, und die Zuschauer werden wie immer den Blick heben. Doch irgendwo da draußen – vielleicht zehn Meter früher – wird die neue Realität landen: eine Realität, in der Länge nicht mehr alles ist.
Wer testet?
Alle Golfbälle müssen von USGA und R&A genehmigt werden, bevor sie im Wettkampf eingesetzt werden dürfen.
In einem Labor werden die Bälle von einer Roboter-Schlagmaschine geschlagen, die einen perfekten Drive imitiert. Gemessen werden Ballgeschwindigkeit, Flugzeit und Gesamtdistanz unter kontrollierten Bedingungen.
Ein Ball darf bei einer Schwunggeschwindigkeit von 120 mph nicht weiter als 317 Yards fliegen.
Ab 2028 werden die Bälle bei 125 mph getestet – einem Wert, der heutige Tourspieler widerspiegelt. Sie dürfen dennoch weiterhin maximal 317 Yards fliegen. Dadurch werden aktuelle Modelle zu lang und müssen neu konstruiert werden.
Sicherstellen, dass Golf weiterhin eine Mischung aus Kraft, Präzision und Strategie bleibt – und nicht nur von reiner Schlagkraft bestimmt wird.
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