Der Golfsport ist in einem neuen digitalen Zeitalter angekommen. Während wir uns früher mit einem einfachen Entfernungsmesser begnügt haben, um die Distanz zur Fahne zu messen, stehen uns heute intelligente Entscheidungshilfen zur Verfügung, die wie ein digitaler Caddie funktionieren. Denn der große Trend bei digitaler Golfausrüstung besteht längst nicht mehr nur darin, Entfernungen zu messen, sondern dir dabei zu helfen, auf dem Platz klügere Entscheidungen zu treffen. Und oft sind genau diese Entscheidungen der schnellste Weg zu einem niedrigeren Handicap.
Hybrid-Entfernungsmesser – wenn Laser und GPS zusammenkommen
Einer der deutlichsten Trends bei digitaler Golfausrüstung ist die Kombination von Laser und GPS in einem einzigen Gerät. Früher mussten sich Golfer zwischen der präzisen Entfernungsmessung eines Laser-Entfernungsmessers und dem Überblick einer GPS-Golfuhr über das gesamte Loch entscheiden. Heute lässt sich beides miteinander verbinden.
Der Bushnell Tour Hybrid ist ein gutes Beispiel dafür. Er kombiniert einen klassischen Laser-Entfernungsmesser mit integriertem GPS und zeigt die Entfernungen zur Vorderkante, Mitte und Hinterkante des Grüns an, während du gleichzeitig die Distanz zur Fahne misst.
Das ist eine ziemlich einfache Idee, die ein klassisches Problem löst. Der Laser zeigt dir, wie weit die Fahne entfernt ist, während die GPS-Informationen verdeutlichen, wo sich die Fahne im Verhältnis zum gesamten Grün befindet. Diese Kombination hilft dir, das Risiko besser einzuschätzen, wenn du entscheiden musst, ob du direkt die Fahne anspielst oder lieber auf einen sichereren Bereich des Grüns zielst. So vermeidest du vielleicht genau diesen einen Schlag, der perfekt aussah, aber einen Meter hinter der Fahne landete, über das Grün hinaussprang und dir ein nahezu unmögliches Up-and-down bescherte.
Bushnell ist auf der Tour stark vertreten. Nach Angaben des Unternehmens nutzen 98,4 Prozent der PGA-Tour-Spieler Laser-Entfernungsmesser von Bushnell bei ihrer Turniervorbereitung.
Intelligente Entfernungsmesser helfen dir bei der richtigen Schlägerwahl
Der nächste Entwicklungsschritt besteht darin, dass dir der Entfernungsmesser nicht nur zeigt, wie weit das Ziel entfernt ist, sondern auch dabei hilft, einzuschätzen, wie weit sich der Schlag unter den jeweiligen Bedingungen tatsächlich spielen wird.
Hier kommen Funktionen wie die Slope-Kompensation und die Berücksichtigung von Temperatur, Höhenlage und Wind ins Spiel. Der Bushnell Pro X3+LINK kombiniert beispielsweise seine Slope-Technologie mit Informationen zu Temperatur und Höhenlage, um eine angepasste Entfernung zu berechnen. Außerdem kann er Windgeschwindigkeit und Windrichtung anzeigen.
Besonders interessant ist jedoch die LINK-Funktion. Sie ermöglicht es, den Entfernungsmesser mit den persönlichen Leistungsdaten und Schlagweiten des Spielers aus kompatiblen Launch-Monitoren von Foresight Sports zu verbinden. Auf diese Weise kann das Gerät individuelle Empfehlungen geben, welcher Schläger für den jeweiligen Schlag am besten geeignet ist.
So funktioniert die Technologie in der Praxis
Der Entfernungsmesser erfasst die Bedingungen: Der Laser misst die tatsächliche Entfernung zum Ziel, während Sensoren und Algorithmen beispielsweise Höhenunterschiede berücksichtigen können.
Wetterdaten werden einbezogen: Bei Modellen mit Windfunktion liefern Windgeschwindigkeit und Windrichtung zusätzliche Informationen für die Schlägerwahl.
Die Entfernung wird angepasst: Das System kann eine korrigierte Entfernung anzeigen, die besser widerspiegelt, wie weit sich der Schlag unter den aktuellen Bedingungen tatsächlich spielt.
Deine persönlichen Statistiken bringen dich einen Schritt weiter: Durch die Kombination der aktuellen Bedingungen mit deinen bisherigen Schlagweiten und Leistungsdaten kann das System vorschlagen, welchen Schläger du wählen solltest. Anhand deiner bisherigen Spieldaten kann es außerdem zeigen, welche Streuung bei den verschiedenen Schlägern zu erwarten ist.
Es geht also längst nicht mehr nur darum, zu wissen, dass die Fahne 145 Meter entfernt ist. Die entscheidende Frage lautet vielmehr:
Wie spielst du diesen Schlag am besten, abgestimmt auf dein eigenes Spiel?