- Begegnungen & Menschen
Teil 2: Warum es wichtig ist, weit zu schlagen
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Der Ryder Cup ist das emotionalste Turnier im Golf. Wenn Europa auf die USA trifft, geht es genauso sehr um Strategie, Psychologie und Führungsstärke wie um lange Drives und gelochte Putts.
Wir werfen einen genaueren Blick auf das Duell der Köpfe: Luke Donald gegen Keegan Bradley.
Der ehemalige Weltranglistenerste Luke Donald bekam erneut das Vertrauen, nachdem er 2023 in Rom ein klar favorisiertes Team USA mit einem vermeintlich schwachen Europa deklassierte. Danach feierten ihn seine Spieler für seinen Fokus auf Details und sein Fingerspitzengefühl auf Marco Simone. Rory McIlroy nannte ihn „den besten Kapitän, den ich je hatte“. Zwei Jahre zuvor in Whistling Straits war Ex-Kapitän Pádraig Harrington krachend gescheitert, Europa hatte mit Rekordabstand verloren und die Altstars standen in Frage. Ein Generationenwechsel stand an – und die USA wirkten stärker als je zuvor.
Donald aber baute mit seinem Team auf Ruhe, Struktur, Teamchemie und minutiöse Planung. Zu den Anekdoten gehört beispielsweise, wie er die Zuschauer bewusst in bestimmte Zonen lenkte, um den Druck auf die Amerikaner zu erhöhen. Außerdem tüftelte er stundenlang mit seinen Vizekapitänen daran, welche Spieler am besten zusammenpassen – basierend auf Zahlen und Beziehungen. Das Ergebnis war ein europäischer Blitzstart und eine Führung, die die USA nicht mehr gefährden konnten.
Auf der anderen Seite des Atlantiks wartet diesmal Keegan Bradley – ein überraschender Name mit eigener Geschichte. Bradley war 2023 selbst ein heißer Kandidat für das Team, wurde aber von Kapitän Zach Johnson im letzten Moment gestrichen. In der Netflix-Serie Full Swing sah man Bradleys Tränen und wie viel ihm der Ryder Cup bedeutet.
Auch 2025 spielte er stark genug, um sich ins Team zu schlagen. Tatsächlich spielte er so gut, dass viele es gern gesehen hätten, wenn Bradley sich selbst als Captain’s Pick nominiert hätte. Er hätte damit Geschichte geschrieben – als erster spielender Kapitän seit Arnold Palmer im Jahr 1963. Doch Bradley stellte das Team über sich selbst: ‚Ich kann nicht zu 100 Prozent sowohl als Spieler als auch als Kapitän auftreten‘, erklärte er. Damit setzte er den Ton: In New York geht es darum, Energie, Identität und Gemeinschaft aufzubauen – nicht um persönlichen Ruhm.
Die Kapitäne des Ryder Cup tragen stets das Erbe ihrer Vorgänger mit sich. In der Geschichte finden sich jene, die als Genies gefeiert wurden – wie Severiano Ballesteros, der 1997 in Valderrama nicht nur als Kapitän triumphierte, sondern dies auch auf spanischem Boden tat, zur Euphorie des heimischen Publikums. Doch es gibt auch jene, die von den eigenen Leuten heftig kritisiert wurden. Tom Watson musste in Gleneagles 2014 deutliche Vorwürfe einstecken, als mehrere US-Spieler offen seine Entscheidungen und fehlende Kommunikation infrage stellten. Watsons autoritärer Führungsstil galt als überholt in einer Zeit, in der die Spieler Mitbestimmung und Teilhabe forderten.
Darum ist das Kapitänsamt so viel mehr als ein Ehrenjob. Es ist ein Balanceakt: Stratege, Psychologe, Diplomat – und manchmal auch Entertainer. Donald schöpft seine Stärke aus Struktur und Vertrauen, Bradley hingegen aus Leidenschaft und Energie. Doch beide wissen: Eine einzige Entscheidung – ob man einen Star pausieren lässt, die falschen Spieler zusammenstellt oder das Publikum falsch einschätzt – kann den Unterschied ausmachen zwischen unsterblichem Ruhm und ewiger Kritik.
Der Ryder Cup 2025 auf Bethpage Black wird also nicht nur ein Match zwischen den besten Golfern der Welt. Es wird zu einer Schachpartie zwischen zwei Köpfen, einem Duell, das darüber entscheidet, ob der Pokal in Europa bleibt oder in amerikanische Hände wandert. Und egal wie es ausgeht: Donald und Bradley werden im Zentrum der Story stehen – als die Köpfe hinter dem Drama.
Der Ryder Cup ist eines der größten Sportevents der Welt. Mehr als 270.000 Zuschauer waren beim letzten Mal live in Italien dabei, über 5 Millionen saßen vor dem Fernseher.
Jedes Team – USA und Europa – besteht aus 12 Spielern.
Anders als bei einem gewöhnlichen Turnier, bei dem es darum geht, über vier Tage möglichst viele Schläge unter Par zu spielen, messen sich die Golfer beim Ryder Cup direkt im Duell.
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